Wolle spinnen

 

Meine blau-weissen Bobbels sind da, und haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe diese Wolle bei E*Kleinanzeigen gesehen und konnte diese für mich „sicher stellen“. Eben kam das Paket an und brauchte nur noch ausgepackt werden …

So einfach hatten es die Menschen früher definitiv nicht. Und vergleicht man das, dann wird man festellen, dass wir heute mehr Luxus geniessen dürfen, als uns bewusst ist. Nur bei uns ist dieser Luxus schon Alltag geworden.

Die Stoffragmente, die wir aus der „Wikingerzeit“ haben, bestehen zum größten Teil aus Schafwolle. Menschen, die reich waren, konnten sich auch Leinen oder importierte Seide leisten. 

Der Hof Engilhelm müßte allerdings zum Frankenreich gehört haben. Aber wir können davon ausgehen, dass die Menschen dort nicht übermässig reich waren. Ich nehme an, dass sie zur Mittelschicht gehörten.

Die Engelhelmser Torte

 Meine erklärten Lieblingskuchen / Torten sind Bienenstich, Frankfurter Kranz und Butterkuchen. Aber wie wäre es, wenn man hier und da etwas ändert ? Meine Idee ist, aus einfachen Zutaten, einen leckeren Kuchen zu zaubern, der auch an kleines bißchen an mein Heimatdorf erinnern soll. Ganz so einfach ist das aber nicht ! Man braucht ein wenig Geduld und Geschicklichkeit hierzu. Naja und natürlich sollte man sich auch mit seinem Heimatdorf verbunden fühlen.


Arbeitsgeräte


Herd mit Backofen

Rührmaschine oder Handrührgerät

runde Springform

Backpapier oder alternativ Butter, um die Form gut einzufetten

stabiler Zwirn (um den Kuchen zu teilen) oder sonstiges Hilfsmittel

Messer (Damit wird die Buttercreme auf die einzelnen Kuchenböden gestrichen.)


Zutaten für den Teig:


150 g Quark

75 ml Milch

75 ml Öl

75 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

330 g Diamant Mehl, Type 405

1 Pck. Backpulver

100 g Butterflöckchen


Zutaten für den obersten Belag:


50 g Zucker

100 g Mandelblättchen

1 EL Wasser

10 g Puderzucker


Zutaten für die Buttercremefüllung:


1 Pck. Dr. Oetker Puddingpulver Vanille

80 g Zucker

500 ml H-Milch 1,5%

250 g weiche Butter (Zimmertemperatur !!)


Sonstige Zutaten


Blauer Dekorzucker

Apfelgelee (Alternativen: Himbeergelee, Gelee Rote Johannisbeeren)


Zubereitung:


Die Zutaten erfolgt in mehreren Schritten. Daher muß man auch ein wenig Zeit einrechnen.


Schritt 1 — Kuchen backen


Den Quark mit Milch, Öl, Vanillezucker und Zucker gut durchrühren (Küchenmaschine oder Handmixer). Mehl mit Backpulver sieben danach zu den anderen Zutaten geben. Weiter rühren.


Den Teig dann in eine Springform (Durchmesser 26 cm) eindrücken.


Butterflöckchen auf den Teig setzen. Zucker und Mandeln mit etwas Wasser anfeuchten und auf dem Kuchen verteilen.


Bei 160°C etwa 25-30 Minuten backen.


Schritt 2 — Buttercreme zubereiten


Während der Kuchen backt, nutzt man die Zeit, um die Buttercreme zu machen. 


Aus Puddingpulver, Zucker und Milch nach Packungsanleitung, aber mit 80 g Zucker einen Pudding zubereiten. Pudding in eine Rührschüssel füllen, Frischhaltefolie direkt auf den heißen Pudding legen und erkalten lassen (nicht kalt stellen).


Den auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding mit einem Mixer (Rührstäbe) verrühren. Butter in eine Rührschüssel geben, mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren und den Pudding esslöffelweise darunterrühren.


Schritt 3 — Aufschneiden, Füllen, dekorieren


Nun wird es etwas komplziert. Unser „Bauplan“ sieht so aus:


Kuchenboden:

— Gelee

— über Gelee etwas Buttercreme (wenn gewünscht)


Kuchen Zwischenboden darauf legen


— Zwischenboden mit reichlich Buttercreme bestreichen


„Kuchendeckel“ aufsetzen und mit Buttercreme bestreichen, als auch den Kuchenrand.


Mit blauen Dekorzucker und silbernen Zuckerperlen dekorieren. Alternativ aus Marzipan das alte Wappen von Engelhelms basteln und auflegen. Ein Bild des alten Wappens von Engelhelms habe ich hier: klick mich


Etwas Geschichte zu unserem schönem Wappen:


Engelhelms hat die Farben weiß und schwarz, wie man auf nebenstehender Abbildung sehen kann. Das Wappen als solches wurde übrigens am 2. Juli 1969 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.


Blasonierung: 


„Im gespaltenen Schild vorne in Silber ein schwarzes Kreuz und hinten auf Blau eine dreifache silberne Lilie.“. Das schwarze Kreuz stammt aus dem Wappen des Hochstifts Fulda.


Ich glaube, das erklärt mitunter auch, dass „meine“ Farben im „Mittelalterhobby“ eben blau und silber sind. Aber … Blau ist auch sonst meine Lieblingsfarbe.

Engelhelms, ein Dorf im Fuldaer Land


 Der Ort liegt eingebettet in das Tal der Wernau zwischen dem Florenberg und dem Gehrenberg.

Vorchristliche Zeit

Als älteste Siedlungszeugnisse befinden sich am Steinhauck bronzezeitliche Hügelgräber. Auf dem Kamm des Gehrenbergs zwischen Engelhelms und Schloss Fasanerie verlief in vorfränkischer Zeit ein Fernweg, aus der Wetterau kommend, in Richtung Hohe Rhön mit dem Ziel Thüringen und Grabfeld.

Im 5. Jahrhundert entstand ein Gehöft eines Angehörigen des Volkes der Angeln an einer durch die germanische Völkerwanderung verlassenen und verwüsteten Gegend. Daraus leitet sich der Name Engelhelms ab: als Beschützer der Angeln oder als schützende Behausung des Angeln. In den Jahren darauf wuchs um den Hof Angilhelms eine kleine Siedlung am Fuß des Florenbergs.

Mittelalte

Das Fuldaer Land wurde 743 dem Kloster Fulda des Bonifatius unterstellt, der Hofbesitzer Engilhelm hatte Wehrdienst zu leisten. Um 900 errichtete Abt Huoggi (891–915) auf dem Florenberg eine erste Kirche. Diese erhielt kurze Zeit später eine Wehrmauer zum Schutz vor ungarischen Truppen.

Die darauffolgenden Jahrhunderte waren gekennzeichnet von angreifenden Raubrittern und mehrfachen Besitzerwechseln. 1267 wurde Theodericus, der stellvertretende Pfarrer des Florenbergs, ermordet. Am gegenüberliegenden Ufer der Wernau, umgangssprachlich auch Mühlbach genannt, entstand ein weiteres Dorf An der Breit, das aber – eventuell wegen der Pest – 1396 wieder verlassen und eine Wüstung wurde.

Anfang des 15. Jahrhunderts stritten sich Johann Brutegam und Werner Brunchinrod um die Stelle des Pfarrers. Papst Martin V. vergab 1427 an Brunchinrod den Besitz