Wolle spinnen

 

Meine blau-weissen Bobbels sind da, und haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe diese Wolle bei E*Kleinanzeigen gesehen und konnte diese für mich „sicher stellen“. Eben kam das Paket an und brauchte nur noch ausgepackt werden …

So einfach hatten es die Menschen früher definitiv nicht. Und vergleicht man das, dann wird man festellen, dass wir heute mehr Luxus geniessen dürfen, als uns bewusst ist. Nur bei uns ist dieser Luxus schon Alltag geworden.

Die Stoffragmente, die wir aus der „Wikingerzeit“ haben, bestehen zum größten Teil aus Schafwolle. Menschen, die reich waren, konnten sich auch Leinen oder importierte Seide leisten. 

Der Hof Engilhelm müßte allerdings zum Frankenreich gehört haben. Aber wir können davon ausgehen, dass die Menschen dort nicht übermässig reich waren. Ich nehme an, dass sie zur Mittelschicht gehörten.

Ich denke, dass die Kleidung, die auch in Franken getragen wurde, auch im Raum Fulda getragen wurde. Hier ist eine Karte aus der Wikipedia, die das Herzogtum Franken um 800 n. Chr. zeigt.

Wobei die skandinavische Frau für meinen Geschmack viel adretter gekleidet gewesen ist ! 

Betrachtet man allein die Fibeln, die gefunden wurden, kann man als moderne Frau noch große Augen machen. 

Da fällt mir ein, dass es nichts schöneres gibt, als bei hochsommerlichen Temperaturen ein “keltisches” Peplos zu tragen. Oder wie nützlich eine Gugel bei Kälte auch heute noch sein kann. Aber zurück zum Thema.

Um Kleidung anzufertigen, sind einige Schritte nötig. Grob zusammengefasst:
  1. Schafe halten
  2. Rohwolle vom Schaf aufbereiten
  3. Rohwolle mit der Handspindel verspinnen
  4. Am Gewichtswebstuhl Kleiderstoff weben oder Garn anderweitig verarbeiten z.B. Nadelbinden, Stickereien etc.
  5. Kleidung nähen (z.B. Nadel aus Knochen, Horn, Holz)
Auf diese Schritte werde ich noch näher eingehen. Aber zuvor habe ich noch ein schönes Skizzenbild, was Euch die Kleidung der Franken (linkes Paar) und die der „Wikinger“ (rechtes Paar) gegenüber stellt.

Wer die ein oder andere Technik ausprobieren möchte, schaut sich die Specials an.